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Lehrgang zur Erinnerungskultur im Unterricht abgeschlossen
Lehrgang "Didattica della Shoah" für Lehrkräfte aller Schulstufen der italienischen Bildung zu Erinnerungskultur
BOZEN (LPA). Im Lehrgang "Didattica della Shoa" stand die strukturierte Vertiefung mit den Themen Erinnerung, Verfolgung und Deportation im Fokus. Dabei wurde auch erarbeitet, wie historische Quellen bewusst in die Unterrichtspraxis eingebaut werden können. Liliana Picciotto und Patrizia Baldi vom der Fondazione Centro di Documentazione Ebraica Contemporanea in Mailand befassten sich im ersten Moduls, das vor Kurzem in Bozen stattfand, mit der Deportation italienischer Jüdinnen und Juden im Zeitraum 1943 bis 19145, zudem standen Briefe von Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges zum Tode verurteilt wurden, im Zentrum des Referats von Giovanni Pietro Vitali (Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines - Université Paris-Saclay). Das zweite Modul wurde in Meran organisiert und befasste sich mit Projekten, die von einigen Mittelschulen in Meran und Bozen umgesetzt wurden und sich mit dem pädagogischen Wert von Erinnerungskultur befassten. Geleitet wurde dieses Modul von Patrizia Baldi, Patrizia Biagi und Daniele Masè.
"Verantwortung, Geschichtsbewusstsein und Respekt der Demokratie sind wichtige Werte, die im Unterricht vermittelt werden", ist Bildungslandesrat Marco Galateo überzeugt und Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta ergänzt: "Damit dies gut gelingt müssen wir den Lehrkräften die richtigen methodischen Instrumente in die Hand geben. Dieser Lehrgang war wichtig, weil damit der Dialog zwischen Geschichtswissenschaft und Unterricht gestärkt wurde."
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