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Spielplätze: Daten 2025 zeigen besonders niedrige Pestizid-Rückstände

Auf Südtirols Spielplätzen wurden 2025 laut neuen Daten des Sanitätsbetriebs nur sehr geringe Rückstände von Pestiziden gemessen – Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Lage weiter verbessert

BOZEN (LPA). Gemeinsam mit der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz hat der Südtiroler Sanitätsbetrieb auch 2025 im Auftrag des Landes die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (Abdrift) auf öffentlichen Spielplätzen erhoben. Dabei wurden Proben von 32 Spielplätzen im ganzen Land zu vier Zeitpunkten im Jahr genommen. Ziel sei es, Entwicklungen früh zu erkennen und die Sicherheit vor allem dort, wo sich Kinder aufhalten, laufend zu verbessern, heißt es vom Gesundheitsressort des Landes.

Die Ergebnisse zeigen, dass die gemessenen Werte sehr niedrig sind und vor allem von Wirkstoffen zum Bekämpfen von Krankheiten im Obstanbau stammen. In fast allen Fällen liegen sie nahe an der analytischen Nachweisgrenze. "Unsere Spielplätze sind sicher. Im Vergleich zu den Vorjahren ist insgesamt ein positiver Trend erkennbar und die Situation hat sich verbessert", sagt die Epidemiologin Giulia Morosetti, geschäftsführende Direktorin der Sektion für Umweltmedizin des Dienstes für Hygiene und Öffentliche Gesundheit im Südtiroler Sanitätsbetrieb.

Die höchsten Werte wurden, ebenso wie in den vergangenen Jahren, im Juni festgestellt, also in der Phase mit der größten landwirtschaftlichen Aktivität. In den Proben aus März, September und November lagen die Werte deutlich niedriger. Dieses Bild sei allerdings über alle Regionen hinweg ähnlich, heißt es vom Sanitätsbetrieb. "Vor allem ist wichtig, dass die festgestellten Konzentrationen nicht auf akute Risiken für Menschen hindeuten. Auch für Kinder, die Spielplätze nutzen, ergeben sich laut vorliegenden Daten keine Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung. Dafür müsste ein Kind eine unrealistisch hohe Menge Gras essen", erklärt Chemiker Flavio Ciesa vom Department für Gesundheitsvorsorge des Südtiroler Sanitätsbetriebes.

Der Sanitätsbetrieb betont zudem, dass Grenzwerte für Lebensmittel nicht auf Umweltproben wie Gras auf Spielplätzen übertragbar sind. Die festgestellten Werte liegen auf jeden Fall unterhalb der gesetzlich zulässigen Rückstandshöchstgehalte (maximum residue level – MRL) von Lebensmitteln.

Die Messungen dienen der Vorsorge und der Beobachtung von Entwicklungen über mehrere Jahre hinweg. Auch künftig wird der Sanitätsbetrieb das Monitoring weiterführen. Gemeinsam mit Gemeinden, Fachstellen und weiteren Partnern arbeite das Land daran, Rückstände weiter zu verringern und ein hohes Maß an Sicherheit in öffentlichen Anlagen zu gewährleisten, so das Ressort für Gesundheit.

Die erhobenen Werte sind hier zu finden: https://umwelt.provinz.bz.it/de/umwelt-gesundheit/ueberwachung-pestizide

LPA/red