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Museumsbeirat: Förderung musealer Grundlagenforschung

Der Museumsbeirat hat sich für die Förderung der Investitionen und Projekte von 14 Museen ausgesprochen: Umgesetzt werden Sanierungsmaßnahmen, digitale Angebote und Sammlungsprojekte.

Der Museumsbeirat des Landes unter dem Vorsitz von Landeshauptmann und Museumslandesrat Arno Kompatscher hat gestern Abend (21. Juni 2022) Investitions- und Projektförderungsanträge von privat und öffentlich geführten Museen und Sammlungen geprüft und insgesamt 14 Ansuchen mit einer Gesamtfördersumme von fast 480.000 Euro befürwortet. "Die Bandbreite der Ansuchen zeigt die Vielfalt und Lebendigkeit unserer Museumslandschaft. Wir freuen uns sehr, hier als Land unterstützend tätig sein zu können. Museen und Sammlungen sind nicht nur wichtige Faktoren für Kultur und Bildung und eine rege gesellschaftliche Diskussion, sie tragen zur Lebensqualität und auch zur Attraktivität unseres Landes bei", erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

Neben der Förderung digitaler Vermittlungsangebote etwa im Bunker Museum in Toblach und im Museum Gherdëina werden auch notwendige bauliche Eingriffe an den Gebäuden unterstützt, wie im Fremdenverkehrsmuseum Hochpustertal in Niederdorf, auf Schloss Prösels oder im Diözesanmuseum Hofburg in Brixen. Der Museumsverein Taufers wird die Totenkapelle von Gais musealisieren und hat hierfür um Unterstützung angesucht. Auch das Pharmaziemuseum in Brixen und das Südtiroler Burgeninstitut erhalten Beiträge.

Fokus auf Arbeit mit Sammlungen

Das Landesamt für Museen und museale Forschung unterstützt die Qualitätsentwicklung in den Museen und Sammlungen und die Arbeit mit musealen Objekten und Kulturgütern. So wird im laufenden Museumsjahr die Sammlungsarbeit in verschiedenen Einrichtungen unterstützt: Das Palais Mamming Museum erschließt Fotobestände, die Villa Freischütz beschäftigt sich mit Objekten aus der Sammlung des Franz Fromm. Im Frauenmuseum Meran wird die Sammlung von Kleidern und Alltagsobjekten aufgearbeitet. Das Museum Passeier katalogisiert Geräte bäuerlicher und handwerklicher Herkunft und das Museum für Alltagskultur in Neumarkt intensiviert seine Auseinandersetzung mit den ausgestellten Objekten. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden nach Möglichkeit im Online-Katalog der Kulturgüter in Südtirol zugänglich gemacht. "Sammlungsarbeit ist ein zentraler Aufgabenbereich der musealen Einrichtungen, ohne den etwa Forschung, Ausstellungsgestaltung, Vermittlung, Kulturgüterschutz nicht denkbar sind. Wir wollen die inhaltliche Arbeit in den Museen fördern, und haben den Fokus auf die Basis, auf die musealen Objekte gerichtet, auch mit unseren Weiterbildungsangeboten. Gleichzeitig betreuen wir mit dem Kulturgüterkatalog ein spannendes Fenster in die Depots und Archivräume", führt Amtsdirektorin Monika Conrater aus.

Der Museumsbeirat berät die Landesregierung in museumspolitischen Belangen. neben Landeshauptmann Kompatscher als für Museen zusändiger Landesrat gehören dem Gremium die Direktoren der Landeskulturabteilungen, Volker Klotz und Antonio Lampis, Paul Rösch (Gemeinde Meran) und Anna Vittorio (Gemeinde Bozen), Sigrid Prader (Frauenmuseum Meran), Maria Mayr (Schreibmaschinenmuseum Partschins), Christine Roilo (Landesarchiv) und Patrick Gasser (Touriseum) an.


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LPA/red/jw