Beiträge an Genossenschaften für Kapitalisierung und Investitionen

N sorvisc dl'aministraziun provinziala de Südtirol

Descriziun generala

Der Dienst sieht Förderungen zu Gunsten von Sozialgenossenschaften und besonderen Arten von Arbeitsgenossenschaften für die Finanzierung von Investitionen vor.

Die Maßnahmen des Landes fördern Projekte, die von Genossenschaften eingereicht werden, die im Genossenschaftsregister Südtirols eingetragen sind, in Südtirol ihren Sitz haben und vorwiegend dort tätig sind.
Die vorgesehenen Fördermassnahmen können von folgenden Genossenschaftstypen beansprucht werden:

  • Sozialgenossenschaften (Typ "A" und "B");
  • Produktions- und Arbeitsgenossenschaften, an denen sich mindestens 60 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen beteiligen, die infolge eines Konkurses oder eines anderen Insolvenzverfahrens, wegen endgültiger Betriebsschließung oder eines erheblichen Personalabbaues entlassen worden sind;
  • Produktions- und Arbeitsgenossenschaften, die einen Betrieb übernehmen und die zu mindestens 60 Prozent aus Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bestehen, welche mindestens ein Jahr für den zu übernehmenden Betrieb gearbeitet haben; 
  • Genossenschaften, die unternehmerische Tätigkeiten mit Innovationscharakter oder von besonderer sozialer Bedeutung ausüben;
  • Genossenschaften, die unternehmersiche Tätigkeiten ausüben, und zwar mit besonderer Berücksichtigung der beruflichen Ausbildung und Eingliederung von Frauen und Jugendlichen sowie der Weiterbildung, Umschulung und beruflichen Eingliederung von Personen mit Schwierigkeiten bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Dieser Zielsetzungen müssen aus den statutarischen Vorgaben hervorgehen und in der Tätigkeit der Genossenschaft vorwiegenden Charakter haben. 60 Prozent der Mitglieder sowie des Personals der Genossenschaften müssen Frauen, Jugendliche oder Personen mit Schwierigkeiten bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt sein.

Die förderbaren Initiativen umfassen:

  • Bildung von Anfangskapital und anschliessende Kapitalerhöhungen;
  • Erwerb, Bau, Umbau, Umwandlung, Erweiterung und Modernisierung der Liegenschaften;
  • Ankauf von Maschinen, Geräten, Anlagen und Kraftfahrzeugen;
  • Leasing von beweglichen und unbeweglichen Sachen;
  • Anmietung von Liegenschaften zur Unterbringung von Werkstätten, Lagern und Büros.

"De minimis"
Die Beiträge werden im Rahmen der europäischen "de minimis" Regelung vergeben.

Genossenschaften, die im Register der Genossenschaften der Provinz Bozen eingetragen sind, im Handelsregister "aktiv" gemeldet sind und ihre Tätigkeit vorwiegend in Südtirol ausüben, können eine Förderung beantragen.

Die Anträge müssen auf eigenen, vom zuständigen Landesamt bereitgestellten Vordrucken abgefasst, in ein PDF-Format umgewandelt, digital unterzeichnet und durch eine einzige PEC-Mitteilung dem zuständigen Landesamt übermittelt werden.  In jedem Fall muß der Antrag vor Beginn des Vorhabens übermittelt werden, andernfalls wird er abgelehnt.

Dem Gesuch müssen beigelegt werden:

  • Betriebsentwicklungsplan mit:
    a) Ursprung und wichtigste Ereignisse der Genossenschaft;
    b) ausgeübte Tätigkeit (Standort der Genossenschaft, angebotene Dienstlaiestungen, Nutznießer der Leistungen;
    c) Finanzierungsplan;
    d) geplante Investitionen (Zeitplan und Grund der Investitionen, Erwartungen);
  • Unterlagen und Kostenvoranschläge womit die Investitionen belegt werden, für welche die Begünstigung beantragt wird;
  • Aulistung der vorgesehenen Investitionen
  • „de minimis“ Erklärung
  • nur für Genossenschaften "Typ B": detaillierter Bericht über die benachteiligten eingegliederten Personen.

Dem Ansuchen ist eine Stempelmarke von Euro 16,00 beizulegen, hierfür muss die Eigenerklärung unterzeichnet werden.
Genossenschaften ONLUS sind von der Stempelgebühr befreit.

Kapitalerhöhungen

  • das geförderte Gesellschaftskapital muss zur Gänze einbezahlt werden, darf auf keinen Fall unter den Gesellschaftsmitgliedern aufgeteilt werden und darf bis zu höchstens 1/5 des Gesamtbetrages der geförderten Kapitalisierung für jedes Jahr ab Gewährung des Beitrages für die Deckung laufender oder übertragener Verluste verwendet werden, nach Verwendung aller anderen Rücklagen oder Gewinne;
  • für die Anfangskapitalisierung muss innerhalb von 12 Monaten ab Gründung angesucht werden.
  • weiteren Kapitalerhöhungen muss ein formeller Beschluss des Verwaltungsgremiums voraus gehen.
    Der Beitrag wird nach erfolgter Einzahlung liquidiert, welche nach dem Gesuchsdatum erfolgen muss.

Beibehaltung der gewährten Beiträge

Die Beibehaltung der gewährten Beiträge ist an die Einhaltung der folgenden Bildungsdauer gebunden:

  1. zehn Jahre für Liegenschaften; 
  2. fünf Jahre für bewegliche Sachen;
  3. bis zum Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages, aber mindestens fünf Jahre ab Vertragsabschluß, wenn es sich um bewegliche Sachen handelt, und mindestens zehn Jahre ab Vertragsabschluß, wenn es sich um Liegenschaften handelt.

Für die gesamte Dauer der Bindung muss man auch die für den besonderen Genossenschaftstyp vorgesehenen gesetzlichen Voraussetzungen einhalten (z.B.: Eingliederung von mindestens 30% benachteiligten Menschen für die Sozialgenossenschaften des Typs B).

Per d'autra nfurmazions prions bel de jì sun la plata dla istituzion cumpetënta per chësc servisc.

(Sorvisc actualisá ai: 26/09/2019)

Ënt competënt

Ufize Svilup dla cooperazion
Palazzo 10, via Crispi 15, 39100 Balsan
Telefono: 0471 41 49 30
Fax: 0471 41 49 39
E-mail: gen@provinz.bz.it
PEC: gen.coop@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/arbeit-wirtschaft/genossenschaften/

Orar por la jënt:

Montag bis Freitag: von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Donnerstag von 8.30 bis 13.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr.

Terminns

Die Beitragsgesuche sind vor Beginn der Investition beim Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens einzureichen.
Für die Gesuchseinreichung sind die vorgesehenen Formulare zu verwenden.